Gewittersaison in Köln
ÜberspannungsschutzKöln
Ein Gewitter reicht: Router, Fernseher oder die Elektronik der Waschmaschine sind defekt, ohne dass eine Sicherung ausgelöst hat. Wir bauen ein mehrstufiges Schutzkonzept in Ihren Verteiler ein — abgestimmt auf das, was dort bereits vorhanden ist.
kostenlose & unverbindliche telefonische Beratung
Anlässe
Vier Ausgangslagen, die zu einem Überspannungsschutz führen
Vom akuten Schaden nach einem Gewitter bis zur geplanten Photovoltaik-Anlage — das sind die Anlässe, die uns in Köln am häufigsten begegnen.
Geräte nach Gewitter beschädigt
Router, Fernseher oder die Elektronik der Waschmaschine sind nach einem Gewitter defekt, obwohl keine Sicherung ausgelöst hat — ein typisches Zeichen für eine Blitz- oder Schaltüberspannung, die ungehindert bis ins Gerät durchschlägt.
Neuanlage oder wesentliche Erweiterung
Bei einer Neuanlage oder einer wesentlichen Erweiterung der Elektroinstallation verlangen die aktuellen Normen einen mehrstufigen Überspannungsschutz von Anfang an — nicht erst nach einem Schaden.
Photovoltaik-Anlage geplant oder vorhanden
Eine PV-Anlage bringt zusätzliche Leitungswege ins Haus und braucht dafür einen eigenen, DC- und AC-seitigen Überspannungsschutz — unabhängig vom bestehenden Hausanschluss.
Alter Verteiler ganz ohne SPD
Viele Kölner Verteiler stammen aus einer Zeit vor den heutigen Anforderungen und haben schlicht keine Überspannungs-Schutzeinrichtung eingebaut — weder am Einspeisepunkt noch in der Unterverteilung.
Zwei getrennte Themen
Innerer Überspannungsschutz und äußerer Blitzschutz sind zwei verschiedene Gewerke
Wer “Blitzschutz” sagt, meint oft zwei ganz unterschiedliche Dinge. Beide ergänzen sich, ersetzen sich aber nicht gegenseitig.
Innerer Überspannungsschutz (SPD)
Die Überspannungs-Schutzeinrichtung sitzt im Verteiler und schützt Leitungen sowie angeschlossene Geräte vor Blitz- und Schaltüberspannungen, die über die Leitung ins Haus gelangen.
- Aufgabe der Elektrofachkraft; Auswahl und Errichtung nach DIN VDE 0100-534.
- Wirkt in Stufen — Typ 1, Typ 2, Typ 3 — je nach Einbauort im Verteiler.
- Auch ohne äußeren Blitzschutz am Gebäude sinnvoll und oft der einzige vorhandene Schutz.
Äußerer Blitzschutz (LPS)
Die Fangeinrichtung — umgangssprachlich Blitzableiter — sitzt am Gebäude selbst und leitet einen direkten Blitzeinschlag kontrolliert in die Erde ab.
- Eigenes Gewerk, ausgeführt von einer Blitzschutzfachkraft — nicht Teil dieser Leistung.
- Betrifft die Gebäudehülle, nicht den Verteiler im Haus.
- Ob ein Gebäude einen äußeren Blitzschutz hat oder braucht, steht unabhängig neben der Frage nach dem SPD im Verteiler.
Welche Schutzstufe an Ihrem Verteiler noch fehlt, sehen wir uns gemeinsam an — der erste Schritt ist ein Anruf: 0176 42876194.
Mehrstufiges Konzept
Typ 1, Typ 2 und Typ 3 — drei Stufen, ein Konzept
Ob eine, zwei oder alle drei Stufen für Ihre Anlage sinnvoll sind, richtet sich nach DIN VDE 0100-534 und dem, was der Verteiler bereits mitbringt — die Auswahl treffen wir gemeinsam im Telefonat.
Typ 1 — Einspeisepunkt / Hauptverteiler
Wird möglichst nah am Einspeisepunkt bzw. Hauptverteiler gesetzt und ist auf die hohen Energien bei einem direkten oder nahen Blitzeinschlag ausgelegt.
Typ 2 — Unterverteilung
Wird in der Unterverteilung eingesetzt und reduziert Schaltüberspannungen sowie die von einer vorgeschalteten Stufe durchgelassene Restspannung weiter.
Typ 3 — Endgerät
Wird nah am zu schützenden Endgerät ergänzt, etwa bei besonders empfindlicher Elektronik, und ersetzt kein Konzept im Verteiler.
Pflicht bei Neuanlagen, Empfehlung im Bestand — korrekt unterschieden
Seit den Normen DIN VDE 0100-443 und DIN VDE 0100-534 (Ausgabe 2016-10) ist ein Überspannungsschutz für Neuanlagen und wesentliche Erweiterungen — auch im privaten Wohnungsbau — in aller Regel Pflicht. DIN VDE 0100-443 fordert den Schutz, DIN VDE 0100-534 regelt Auswahl und Errichtung der Schutzgeräte. Die Übergangsfrist endete am 14. Dezember 2018 — seit dem 15. Dezember 2018 ist das verbindlich.
Für unveränderten Bestand besteht kein zwingender Nachrüstzwang — eine Nachrüstung ist aber dringend empfohlen, gerade in älteren Kölner Verteilern ganz ohne Schutzeinrichtung. Ob Ihre Anlage als Neuanlage, wesentliche Erweiterung oder unveränderter Bestand gilt, ordnen wir im Telefonat für Sie ein.
Ablauf
Fünf Schritte vom geprüften Verteiler bis zum Protokoll
So kommt Ihr Verteiler zu einem Überspannungsschutz, der zu seinem tatsächlichen Zustand passt.
Verteiler prüfen
Bestehender Verteiler und ein ggf. vorhandener äußerer Blitzschutz werden auf den Ist-Zustand geprüft.
Konzept festlegen
Wir legen fest, welche Schutzstufen — Typ 1, Typ 2, Typ 3 — für Ihre Anlage sinnvoll und normgerecht sind.
SPD einbauen
Die Schutzeinrichtungen werden fachgerecht im Verteiler bzw. in der Unterverteilung eingebaut.
Funktion prüfen
Nach dem Einbau wird die Funktion der Schutzeinrichtungen gemessen und geprüft.
Dokumentation übergeben
Sie erhalten ein Protokoll, das Einbau und Prüfung der Schutzeinrichtung dokumentiert.
Vor dem Konzept
Kostenlose & unverbindliche telefonische Beratung
Ob Ihr Verteiler schon eine Schutzstufe hat und welche noch fehlt, lässt sich am Telefon oft schon grob einordnen — verbindlich wird es erst nach der Prüfung vor Ort. Auf dieser Seite steht deshalb bewusst keine Zahl.
kostenlose & unverbindliche telefonische Beratung
Bestätigte Qualifikationen
Elektrofachkraft
Auswahl, Einbau und Prüfung der Schutzeinrichtungen übernimmt eine ausgebildete Elektrofachkraft, die für Rückfragen zur eigenen Arbeit erreichbar bleibt.
Fachbetrieb
Ausführung und Funktionsprüfung laufen über einen Fachbetrieb — von der ersten Prüfung bis zum Protokoll.
Normgerechte Auswahl
Auswahl und Errichtung der Schutzeinrichtungen richten sich nach DIN VDE 0100-534 — dokumentiert und nachvollziehbar, nicht nach Bauchgefühl.
Alt und neu, ein Anruf
Gründerzeit an den Ringen, Nachkriegsbau und Neubau brauchen je ein eigenes Schutzkonzept
Was der Verteiler an Schutzstufen schon mitbringt — oder eben nicht —, unterscheidet sich von Bestand zu Bestand deutlich.
- Gründerzeit-Altbau an den Ringen — Verteiler aus dieser Zeit stammen meist aus Jahrzehnten vor jeder Schutzpflicht; ein Gewitter trifft hier auf ungeschützte, oft mehrfach nachgerüstete Technik.
- Nachkriegsbau — etwa in der stark kriegszerstörten Altstadt wiederaufgebaute Bereiche: schlichte Verteiler aus den 1950er- und 60er-Jahren, ebenfalls in aller Regel ohne jede Schutzstufe.
- Neubau und wesentliche Erweiterung — hier ist der mehrstufige Überspannungsschutz seit Ablauf der Übergangsfrist Ende 2018 in aller Regel ohnehin Pflicht; offen ist nur noch, welches Konzept zur Anlage passt.
Häufige Fragen
Was Anrufer zum Überspannungsschutz meistens wissen wollen
Reicht eine Steckdosenleiste mit Überspannungsschutz nicht aus?
Eine solche Leiste schützt bestenfalls das eine angeschlossene Gerät — vergleichbar mit einem Typ-3-Schutz am Endgerät — und ersetzt kein mehrstufiges Konzept im Verteiler. Ohne Schutzstufe am Einspeisepunkt und in der Unterverteilung bleibt die übrige Elektroinstallation ungeschützt.
Kann ich in meinem Altbau nachrüsten, obwohl keine Pflicht besteht?
Ja. Für unveränderten Bestand besteht kein zwingender Nachrüstzwang, eine Nachrüstung ist aber dringend empfohlen — besonders wenn der Verteiler noch aus der Zeit vor den Normen DIN VDE 0100-443/-534 stammt.
Braucht meine Photovoltaik-Anlage einen eigenen Schutz?
In der Regel ja. Eine PV-Anlage bringt zusätzliche Leitungswege ins Haus und braucht dafür einen eigenen, DC- und AC-seitigen Überspannungsschutz — das klären wir als eigenen Teil des Konzepts, unabhängig vom bestehenden Hausanschluss.
Übernimmt die Versicherung Schäden nach einem Gewitter?
Das hängt von Ihrer Police und dem Einzelfall ab — das können und wollen wir pauschal nicht beurteilen. Was wir einordnen können, ist der elektrotechnische Zustand Ihres Verteilers und welche Schutzstufe dort sinnvoll ist.
Muss die Schutzeinrichtung regelmäßig geprüft werden?
Ein pauschales gesetzliches Prüfintervall für private Anlagen gibt es nicht. Die Schutzeinrichtung wird im Rahmen einer Anlagenprüfung nach DIN VDE 0105-100 mitgeprüft — die Details dazu besprechen wir für Ihre Anlage am Telefon.
Pflicht oder Empfehlung? Die Rechtslage im Überblick
Für Neuanlagen gilt seit 2018 eine klare Norm, für unveränderten Bestand sieht die Lage anders aus. Mehr dazu im Ratgeber-Artikel Überspannungsschutz: sinnvoll oder nicht?
Ein Anruf klärt, welche Schutzstufe an Ihrem Verteiler fehlt
Vom ersten Check bis zum Prüfprotokoll — Sie schildern den Zustand Ihres Verteilers, wir sagen Ihnen, wie es weitergeht. Kein Formular, kein Zwischenschritt.