Sicherung, FI/RCD & Verteiler
SICHERUNG & FI-SCHALTERKÖLN
Der Leitungsschutzschalter springt sofort wieder raus, der FI/RCD lässt sich nicht mehr einschalten, oder der Verteiler in Ihrer Kölner Wohnung hat noch gar keinen Fehlerstrom-Schutzschalter — beides klärt eine Elektrofachkraft: den akuten Fehler von heute und die Nachrüstung, die längst fällig ist.
kostenlose & unverbindliche telefonische Beratung
Anlässe
Sechs Situationen, die Anrufer bei Sicherung und FI am häufigsten schildern
Ob ein einzelner Stromkreis heute ausfällt oder der Verteiler grundsätzlich modernisiert werden soll — diese Schilderungen erreichen uns aus Kölner Wohnungen und Häusern am häufigsten.
Sicherung fliegt sofort wieder raus
Der Leitungsschutzschalter (LS-Automat) springt heraus und lässt sich nach dem Wiedereinschalten nicht halten — ein Hinweis auf Überlast oder Kurzschluss im betroffenen Stromkreis.
FI lässt sich nicht mehr einschalten
Der Fehlerstrom-Schutzschalter (FI/RCD) bleibt aus, obwohl kein sichtbares Gerät defekt ist — häufig Feuchtigkeit, ein alterndes Gerät oder mehrere kleine Ableitströme in Summe.
FI löst sporadisch aus, oft nachts
Ohne erkennbaren Auslöser fliegt der FI zu bestimmten Zeiten heraus — ein Fall für gezielte Fehlersuche statt für wiederholtes Zurücksetzen.
Verteiler brummt oder wird spürbar warm
Ein hörbares Brummen oder Wärme am Verteiler deutet auf lockere Klemmstellen oder einen überlasteten Schutzschalter hin — kein Zustand zum Abwarten.
Steckdose oder Sicherung wird warm, riecht verschmort
Eine warme oder verschmort riechende Stelle am Verteiler oder an der Steckdose ist ein ernstzunehmendes Warnzeichen — dazu unten der eigene Sicherheitshinweis.
Alter Kasten ganz ohne FI/RCD
Der Verteiler stammt aus einer Zeit ohne Fehlerstrom-Schutzschalter — für Steckdosen- und Feuchtraumstromkreise nach DIN VDE 0100-410 heute Standard, in Kölner Altbauten aber keine Seltenheit.
Riecht die Sicherung verschmort, oder wird sie oder der FI spürbar warm?
Dann hören Sie auf, den Schutzschalter erneut hochzuschalten. Lassen Sie den betroffenen Stromkreis stromlos und berühren Sie ihn nicht weiter — auch nicht versuchsweise noch einmal.
Ein Leitungsschutzschalter, der sofort wieder auslöst, oder eine warme, verschmort riechende Sicherung deuten auf einen Kurzschluss oder eine Schmorstelle hin — ein Fall für die Elektrofachkraft, nicht fürs weitere Ausprobieren.
Steht bereits Rauch im Raum oder brennt es sichtbar: zuerst die Feuerwehr unter 112, erst danach uns anrufen.
Zwei verschiedene Schutzschalter
FI/RCD schützt Menschen, der LS-Automat schützt die Leitung
“Die Sicherung fliegt raus” meint im Alltag meist einen von zwei ganz unterschiedlichen Schutzschaltern im Verteiler — mit unterschiedlicher Ursache und unterschiedlicher Antwort.
FI/RCD-Schutzschalter — Personenschutz
Der Fehlerstrom-Schutzschalter (FI, fachlich RCD) löst aus, sobald Strom über einen unerwünschten Weg abfließt — etwa über einen Menschen. Er schützt vor dem elektrischen Schlag.
- Typische Ursachen: Feuchtigkeit, ein alterndes Gerät, mehrere kleine Ableitströme in Summe.
- Für Steckdosen- und Feuchtraumstromkreise nach DIN VDE 0100-410 vorgeschrieben.
- Prüftaste regelmäßig (halbjährlich) betätigen, um die Funktion zu kontrollieren.
LS-Automat — Leitungsschutz
Der Leitungsschutzschalter (umgangssprachlich “die Sicherung”) löst bei Überlast oder Kurzschluss aus. Er schützt die Leitung selbst vor Überhitzung.
- Typische Ursachen: zu viele Verbraucher an einem Stromkreis, Kurzschluss, ein defekter Verbraucher.
- Einmaliges Wiedereinschalten nach Trennen der Verbraucher ist gefahrlos möglich.
- Springt er sofort wieder heraus oder wird er warm: nicht weiter versuchen, Fachkraft rufen.
Welcher der beiden bei Ihnen ausgelöst hat, ordnen wir am Telefon ein — 0176 42876194.
Leistungsumfang
Was bei Sicherung und FI-Schalter zu unserer Arbeit gehört
Von der ersten Fehlereingrenzung bis zum Prüfprotokoll — fünf Schritte, gleich ob akuter Fehler oder geplante Nachrüstung.
Fehlereingrenzung
Verbraucher werden schrittweise getrennt, bis der auslösende Stromkreis oder das defekte Gerät feststeht.
LS-Tausch
Ein defekter oder den Bedarf nicht mehr tragender Leitungsschutzschalter wird gegen ein normgerechtes Bauteil ausgetauscht.
FI/RCD-Nachrüstung
Fehlt der Fehlerstrom-Schutzschalter ganz oder für einzelne Stromkreise, wird er nach DIN VDE 0100-410 nachgerüstet.
Messung
Isolationswiderstand und Fehlerstrom werden gemessen, bevor ein Stromkreis wieder freigegeben wird.
Prüfprotokoll
Sie erhalten ein Protokoll, das den ordnungsgemäßen Zustand von Sicherung und FI-Schalter nach der Arbeit dokumentiert.
Bestandsschutz oder Nachrüstpflicht
Muss ein alter Verteiler ohne FI nachgerüstet werden?
Ein seinerzeit normgerecht errichteter Verteiler ohne Fehlerstrom-Schutzschalter genießt grundsätzlich Bestandsschutz — er muss nicht automatisch an jede neue Ausgabe der DIN VDE 0100 angepasst werden, solange nichts an der Anlage verändert wird.
Anders, sobald an einem Stromkreis wesentlich etwas verändert oder erweitert wird — etwa bei einer Badsanierung, einer neuen Küche mit Festanschluss oder zusätzlichen Steckdosenstromkreisen. Für den betroffenen Bereich greifen dann die aktuellen Anforderungen der DIN VDE 0100-410, und ein fehlender FI/RCD wird nachgerüstet.
Ob Ihr Vorhaben eine solche wesentliche Änderung auslöst, ordnen wir für Ihren Verteiler im Telefonat ein — unabhängig davon bleibt eine freiwillige Nachrüstung aus Sicherheitsgründen dringend empfehlenswert.
Vor Ort
Fünf Schritte von der Fehlereingrenzung bis zum Protokoll
Gleich ob akuter Fehler oder geplante Nachrüstung — am Verteiler gehen wir denselben nachvollziehbaren Weg.
Verbraucher trennen
Große oder verdächtige Verbraucher werden vom betroffenen Stromkreis getrennt, bevor weiter geprüft wird.
Stromkreis eingrenzen
Schrittweise wird eingegrenzt, welcher Stromkreis oder welches Gerät den Fehler tatsächlich auslöst.
Isolation und Fehlerstrom messen
Isolationswiderstand und Fehlerstrom werden gemessen, um die Ursache eindeutig zu bestätigen.
Tauschen
Der defekte LS-Automat wird ersetzt oder ein fehlender FI/RCD nach DIN VDE 0100-410 nachgerüstet.
Dokumentieren
Sie erhalten ein Protokoll, das den ordnungsgemäßen Zustand nach der Arbeit belegt.
Erster Schritt
Kostenlose & unverbindliche telefonische Beratung
Ob ein akuter Fehler heute behoben werden muss oder eine FI-Nachrüstung geplant werden soll, klärt sich am Telefon — anhand dessen, was Sicherung oder FI gerade tun. Auf dieser Seite steht deshalb bewusst keine Zahl.
kostenlose & unverbindliche telefonische Beratung
Bestätigte Qualifikation und Dokumentation
Elektrofachkraft
Fehlereingrenzung und Arbeit am Verteiler übernimmt eine ausgebildete Elektrofachkraft — nicht eine ungelernte Aushilfe.
Fachbetrieb
Ein Fachbetrieb steht hinter jedem Termin — keine Weitergabe an wechselnde Subunternehmer.
Prüfprotokoll
Nach Fehlerbehebung oder Nachrüstung erhalten Sie ein Protokoll aus Messung und Funktionsprüfung als Dokumentation.
Veedel mit alternden Verteilern
Wo Sicherung und FI in Köln besonders oft ein Thema sind
Im Gründerzeitgürtel — Sülz, Nippes und Ehrenfeld — stammen viele Verteiler noch aus einer Zeit ganz ohne FI/RCD, dazu kommen Nachrüstungen mehrerer Jahrzehnte in einem Kasten. In den einfachen Nachkriegszeilen der Innenstadt sind die Verteiler funktional, aber ohne Reserve für heutige Stromkreise ausgelegt. In den rechtsrheinischen Siedlungsbauten Kalks, Mülheims und Chorweilers wiederum teilen sich mehrere Wohnungen gemeinsame Steigleitungen und Etagenverteiler, was die Fehlereingrenzung anders angehen lässt. Unter derselben Nummer erreichen Sie uns in allen elf Kölner Stadtbezirken.
Häufige Fragen
Was Anrufer zu Sicherung und FI-Schalter meistens wissen wollen
Darf ich eine ausgelöste Sicherung selbst wieder einschalten?
Das Prüfen und einmalige, gefahrlose Wiedereinschalten eines ausgelösten Leitungsschutzschalters ist erlaubt — trennen Sie vorher große oder verdächtige Verbraucher. Springt er sofort wieder heraus oder wird er dabei warm, versuchen Sie es nicht erneut, sondern rufen Sie uns an.
Was bewirkt die Prüftaste am FI-Schalter, und wie oft sollte ich sie drücken?
Die Prüftaste löst gezielt einen Testfehlerstrom aus und zeigt, ob der FI/RCD noch funktionsfähig ist. Sie sollte etwa halbjährlich betätigt werden — löst der FI dabei nicht aus, ist das ein Fall für die Elektrofachkraft.
Warum fliegt der FI nachts oder ohne erkennbaren Grund heraus?
Häufige Ursachen sind Feuchtigkeit in Außenbereichen, ein alterndes Gerät mit steigendem Ableitstrom oder mehrere kleine Ableitströme, die sich erst in Summe bemerkbar machen. Wiederholtes Auslösen ohne erkennbaren Grund klären wir per gezielter Fehlersuche und Messung.
Unser Verteiler hat noch gar keinen FI — müssen wir nachrüsten?
Ein unverändert bestehender Verteiler ohne FI genießt grundsätzlich Bestandsschutz. Wird jedoch an einem Stromkreis wesentlich etwas verändert, etwa bei einer Badsanierung, greift die Nachrüstpflicht nach DIN VDE 0100-410 für den betroffenen Bereich. Unabhängig davon ist eine freiwillige Nachrüstung aus Sicherheitsgründen empfehlenswert.
Darf ich FI oder LS-Automat selbst austauschen?
Nein. Das Austauschen oder Nachrüsten eines Schutzschalters ist eine Arbeit an der Verteilung unter Spannung und damit der Elektrofachkraft vorbehalten (NAV §13). Das einmalige Prüfen und Zurücksetzen eines ausgelösten LS-Automaten ist davon zu unterscheiden und bleibt Ihnen erlaubt.
Warum die Sicherung überhaupt auslöst
Überlast, Kurzschluss oder ein alternder FI-Schalter — die Ursachen unterscheiden sich deutlich und auch, was Sie selbst gefahrlos prüfen dürfen. Mehr dazu im Ratgeber-Artikel Sicherung fliegt immer wieder raus — was steckt dahinter?
Ein Anruf klärt akuten Fehler und Nachrüstbedarf
Ob Leitungsschutzschalter, FI/RCD oder ein alter Verteiler ganz ohne Fehlerstromschutz — Sie schildern, was Sicherung oder FI gerade tun, wir sagen Ihnen, wie es weitergeht. Kein Formular, kein Zwischenschritt.